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12. Tag 12.08.05

13:15h

Wir erreichen Bergen, nachdem wir gegen 10:15 aufgestanden sind. Das Wetter ist eigentlich sehr gut. Für Bergen fast phänomenal. :) Es ist locker bewölkt und die Sonne schaut immer mal wieder durch. Wir suchen nun einen Campingplatz um unser Zelt aufzuschlagen. Bergen werden wir wohl dann morgen ausgiebig besuchen. Vielleicht aber, statten wir Bergen auch heute Abend noch einen Besuch ab, denn es ist schließlich Wochenende ;-) Mal schaun.

Tja, was soll ich schreiben ? Es ist mittlerweile 13:26 und ich habe noch mal den Laptop geöffnet um ein wenig dem Bericht hinzuzufügen. Leider fällt mir das äußerst schwer, da DIE SONNE DIE GANZE ZEIT AUF DAS DISPLAY SCHEINT. JUHUUU ! What a WÄTHER! Würde der Norweger sagen. Wir sind beglückt und harren der Dinge, die da kommen!
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18:03h

So, nun, da fast 5 Stunden seit dem letzten Eintrag vergangen sind, will ich mich wieder dem Tagebuch widmen. Wir sind, nachdem wir in Bergen angekommen waren, direkt auf einen Campingplatz, westlich von Bergen gelegen, gefahren. Dieser Campingplatz war an Lage und Aussicht nicht zu übertreffen. Man hatte direkten Blick auf die Fjordlandschaft und das offene Meer. Dieser Eindruck wurde durch das schöne Wetter noch verstärkt. Wir hatten bereits einen schönen Platz in exquisiter Lage gefunden, da wurde uns schlagartig klar, dass es hier keinen Strom gibt.
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Nun mag der durchlauchte Leser denken, dass die beiden aber auch gar nicht ohne Strom können. – Er hat Recht. Natürlich hätten wir auch ohne Strom auf dem Campingplatz bleiben können, und natürlich hätte uns das nichts ausgemacht. Aber wir wollen ja die letzten 3 Tage in Bergen auf einem Campingplatz verbringen. Und wir benötigen nun mal Strom um den Rechner zu betreiben auf dem dieser Bericht verfasst wird. :)
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So haben wir, also quasi mit Gedanken an den Bericht, den Campingplatz schweren Herzens wieder verlassen.

Als wir beim nächsten Campingplatz unserer Wahl ankamen, der östlich von Bergen lag, trat das gleiche Problem auf. Obwohl dieser Campingplatz eindeutig ein massentouristischer Abfertigungspunkt für Ausflüge nach Bergen war, konnte uns bei unserem Problem nicht geholfen werden. Nicht ganz so traurig wie bei dem Campingplatz zuvor zogen wir von dannen um unser Glück bei einem weiteren Campingplatz, dem LONE Campingplatz ebenfalls östlich von Bergen zu suchen.
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Dieser Campingplatz ist ebenfalls ein massentouristischer Campingplatz und hat nichts von dem Charme und der Gemütlichkeit von den Campingplätzen, die wir aus dem übrigen Norwegen gewohnt sind, und die wir so schätzen. Man könnte meinen, der Campingplatz stehe unter deutscher Führung, da hier doch alles in sehr geordneten Bahnen zu laufen hat. Selbst die Waschräume sind nachts geschlossen. Jeder neue Besucher bekommt eine 2seitige Abhandlung über die Verhaltensweisen und Restriktionen auf dem Platz. Die Unkompliziertheit der Norweger in allen Belangen ist hier nicht anzutreffen. So muss zum Beispiel ein Schild mit einer Nummer lesbar an das Zelt gehängt werden. Täglich geht ein Angestellter des Platzes umher und kontrolliert, ob auch wirklich niemand 2 Nächte bleibt, obwohl er nur eine Nacht bezahlt hat. Das wundert uns nicht, denn dieser Platz hier ist der teuerste, den wir in diesem Urlaub besucht haben. (abgesehen von den Hütten) 170NOK pro Nacht. Das ist relativ viel.
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Hier, wo die zweitgrößte Stadt Norwegens nicht weit ist, merkt man deutlich, dass mit mehr Professionalität und Unpersönlichkeit an die Sache gegangen wird. Schade eigentlich, denn wer schon mal in Norwegen Campingurlaub gemacht hat, der wird genau das zu schätzen wissen. Wir erinnern uns da gern an den Platz in Luster, wo die Rezeption 2 Stunden am Abend geöffnet war und man sich einfach in der übrigen Zeit einen Platz suchen konnte und dann zum anmelden bzw. bezahlen ging, wenn jemand da war. Nichtsdestotrotz haben wir einen kleinen Stellplatz direkt am Wasser gefunden, an dem es nichts zu meckern gibt. Wir sind selbstverständlich nicht allein hier, aber das macht nichts. Die sanitären Anlagen sind Tip-Top und Duschen kostet, wie überall, 10NOK für 5Min. Außerdem scheint von hier aus ein Bus nach Bergen zu fahren, was natürlich von Vorteil für unseren Bergen Besuch ist. Man merkt schon, dass es schwierig ist, einen schönen, persönlichen, unkomplizierten massentouristischen Abfertigungspunkt für Bergen zu finden. Den genau haben wir gesucht. :)
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Vorteil eines professionellen Campingplatzes ist es, dass an der Rezeption die Wettervorhersage für die nächsten Tage hängt. Ein netter Service. Wir sehen, dass es die nächsten Tage schön werden soll, wobei der Sonntag der beste Tag wird. Hoffentlich, denn mittlerweile ist es wieder bewölkt und es weht ein kalter Wind. Dennoch wollen wir direkt morgen nach Bergen und so viel sehen wie möglich. Falls es sich einrichten lässt und wir genügend Energie aufbringen, und da bin ich mir eigentlich sicher, wollen wir auch morgen Abend einmal das Nachtleben in Bergen begutachten. Aber dazu dann morgen mehr. Schönen Abend, und, falls noch was passiert, schreiben wir’s direkt auf. Man ist ja nirgends sicher.



Adieu
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